Start des Hamsterschutzprojektes des BUND in der Wetterau

Bereits vor fast 20 Jahren beteiligte sich der BUND Kreisverband an einem Hamsterschutzprojekt in der Wetterau. Ab dem Frühjahr 2017 gibt es nun für den BUND Kreisverband Wetterau eine Neuauflage, siehe folgende

>>> Pressemitteilung vom 9. Mai 2017:

Fast 20 Jahre ist es her, dass der Feldhamster-Experte Matthias Gall vom BUND Wetterau und Stefan Müller von der Kelterei Müller in Butzbach-Ostheim die Idee zum „Hamstersaft“ hatten. Damit war der Grundstein für ein dauerhaftes Engagement der Kelterei zum Schutz des stark Bestands gefährdeten bunten Untergrundbewohners gelegt.

Der Kreisverband Wetterau des BUND startet mit der Erneuerung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ein neues Projekt zum Schutz von Flora und Fauna der für die Wetterau so typischen Ackerlandschaften. Anlass für ein Treffen der Naturschützer mit Stefan und Tanja Müller sowie dem Landwirt Heinzpeter Zorn die Bereitstellung einer bisher ungenutzten, ehemaligen Ackerfläche der Kelterei für den Feldhamsterschutz sowie die Neu-Etikettierung des Hamstersafts.

In seiner Ansprache blickte Matthias Gall zunächst auf die vergangenen 20 Jahre zurück und würdigte das Engagement der Kelterei. Sie habe entscheidend mitgeholfen, Schutzmaßnahmen anzustoßen, die letztlich in ein landesweites Feldhamster-Schutzprogramm unter Federführung des Hessischen Umweltministeriums, der zuständigen Landwirtschaftsämter und des heutigen HLNUG gemündet seien. Noch immer aber schwinden, so Gall weiter, die Bestände. Dabei steht der Feldhamster für einen besorgniserregenden Rückgang vieler typischer Arten der ackerbaulich genutzten Landschaften. Beispiele sind das Rebhuhn oder die Feldlerche.

Zu den Schutzmaßnahmen des Landes müssen daher lokale und regionale Initiativen kommen, die eng und vertrauensvoll mit den örtlichen Landwirten zusammenarbeiten. Als erste gemeinsame Maßnahme von Kelterei und BUND wird derzeit eine von der Kelterei bereitgestellte Fläche durch den Ostheimer Landwirt Heinzpeter Zorn, dessen Engagement Gall hervorhob, wiederhergerichtet.

Geplant ist ab 2018 der kleinflächige Anbau unterschiedlicher Feldfrüchte, die zu allen Jahreszeiten Deckung und Nahrung für Vögel, Feldhamster und Insekten bieten. Der BUND stellt die Gelder für die Bewirtschaftung und Pflege der Fläche zur Verfügung.

Tanja Müller hob die enge Verbundenheit der Kelterei mit Ostheim und der Wetterau hervor. Es sei der Kelterei ein wichtiges Anliegen, diese Initiative zum Schutz der heimischen Kulturlandschaft und ihrer Bewohner zu unterstützen. Die Kelterei freue sich daher auf die Fortsetzung und Intensivierung der Zusammenarbeit.

Wer die Initiative des BUND-Kreisverbandes unterstützen möchte, kann unter dem Stichwort „Feldhamster Wetterau“ auf folgendes Konto spenden:

BUND Landesverband Hessen e.V.

Frankfurter Sparkasse
IBAN: DE46 5005 0201 0000 3698 53
BIC: HELADEF1822

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